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08 September 2018

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Ich kann nur aus zweiter Hand sprechen: Mein Onkel war privat versichert, und für ihn gab glaub ich darin, wie man mit ihm umgegangen ist, keine Unterschiede. Ist aber tiefstes Ostdeutschland, kann also sein, dass die hiesigen Ärzte einfach nicht die Zeit für Sperenzchen mit PKV-Kunden haben. Auf jeden Fall haben sie im Krankenhaus mal durchblicken lassen, dass Privatpatienten mehr Bürokratie mit sich bringen, die sind also eher nicht so Fan von den Privaten. Der wesentliche Unterschied für meinen Onkel war, dass alles teurer war (bei seinem Beitrag haben mir die Ohren geschlackert, und dann noch die Zuzahlungen - die waren so hoch, dass man sich fragt, wozu es dann überhaupt ne Krankenversicherung braucht), und dass die Abrechnung so kompliziert ist. Erst alles auslegen - braucht man ja auch Geld aufm Konto für - dann einen Antrag auf Erstattung ausfüllen, dann sich mit der Krankenkasse rumstreiten, dass die das auch alles überweisen. Beispiel Krankenfahrten: Sollte mein Onkel mit seinem Krebs im Endstadium 6 Wochen vorher beantragen. Es waren keine 6 Wochen nach der ersten auf Risiko selbst bezahlten Krankenfahrt, dass er gestorben ist. Meine Eltern dagegen brauchen aus anderen Gründen immer mal wieder ne Krankenfahrt, und da hat ihre gesetzliche Krankenversicherung ihnen ne kleine Bescheinigung ausgestellt, dass die Fahrten dauerhaft genehmigt sind. Weniger Aufwand für die Krankenkasse und für meine Eltern.

Apropos Rassismus: Selber angefeindet wurde ich auch noch nicht, aber als ebenfalls "gute" Ausländerin muss mir immer mal wieder anhören, dass so Leute wie ich gerne ins Land kommen dürfen, aber die ganzen [Schimpfwort für Braune oder Schwarze Menschen einfügen] sollen gefälligst zurück nach Hause gehen. Ich hab auch schon Leute auf der Straße schwadronieren hören, was passiert, wenn sie endlich wieder ihre blauen Pässe zurück haben.

Wunderbar zu lesen, danke dafür. Freut mich, dass alles geklappt hat für euch.

Es ist sehr schön, dass ihr wieder angekommen seid.
Und es schmerzt mich immer noch, welche Entwicklungen dieses Neuankommen erzwungen haben.

Der Blick von Außen tut auch mal gut, auch die Perspektive als „Landei“ im Süden. Alles sehr anders.
Schön, dass Ihr so gut reingefunden habt.

Danke.

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