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16 November 2016

Comments

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Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass man nach Jahren in London in Deutschland noch glücklich werden kann. Besonders jetzt nicht.

Also wenn ihr schon bei solchen Sorgen angekommen seid...

Fernsehen muss man ja heute wirklich nicht mehr. Und wenn doch: es gibt Mittel und Wege, den BBC-iPlayer auch in D zum Laufen zu bringen.

Die Meldepflicht kommt mir verglichen mit Voter Registration ziemlich easy vor.

Außerdem: In Hamburg parkt Dein Schiff mitten in der Stadt!

Eine Sache, die man bedenken sollte (wir sind gerade auch nach 8 Jahren wieder zurück nach Deutschland), noch lässt sich vieles einfach anerkennen, da ja noch alles innerhalb der EU ist. Wenn England dann draußen ist, gestaltet sich das eventuell schwieriger. Viel Glück! :-)

Frau Miest, ich weiss es auch nicht. Aber hier sind wir nicht gluecklich, das steht mal fest.

Sannie, um Himmels willen, bitte nicht an Details festmachen. Ich weiss auch, dass man sowas wie Fernsehen regeln kann. Das war ein Scherz. Es geht um viel viel wichtigere Dinge.

Christian, exactly that.

Pardon, dass ich in die Kerbe von Frau Miest hauen muss. Aber m.E. fühlt sich Deutschland schon recht beengt an, wenn man Großbritannien gut kennnt. Räumlich weniger, denn natürlich ist Bauland hier günstiger zu erwerben als in London, sondern eher geistig. Medien, Politik, das intellektuelle Niveau hier ist nicht annähernd vergleichbar. So fühle ich mich sogar mit Channel 4 besser informiert als mit dem deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der viel zu oft den pädagogischen Zeigefinger auspackt und sehr einseitig und ultrakonservativ bei Dingen wie "Killerspielen" oder "Amazon" berichtet. Die Daily Mail muss man nicht kaufen, das deutsche Fernsehen muss man schon bezahlen.

Die Briten haben nach wie vor mehr Verständnis für Minderheiten. Es ist ja nicht plötzlich ein Staat von 52% Neonazis geworden. Ich wäre mir auch nicht so sicher, ob man nach so vielen Jahren als Auslandsdeutscher noch nahtlos in die Gesellschaft passt oder so ein "oddball" bleibt.

Ich habe einen Artikel zum Thema "5 deutsche Eigenschaften, die unser Potential begrenzen" geschrieben. Vielleicht hilft er dir dabei, abzuklopfen, ob du mit dieser Mentalität noch leben kannst. (Auch weitere Artikel, in denen ich leicht ironisch Aspekte wie Essen, öffentlichen Verkehr oder Finanzsektor abklopfe, habe ich publiziert.)

Nicht das ihr hier nicht willkommen wärt, ich weiß nur nicht(aus mangelnder Erfahrung) ob es nicht leichter ist nach all den Jahren in der Fremde auch weiterhin in der Fremde umzuziehen, sprich nach Irland.

Irland kennt ihr vermutlich nicht(oder nur etwas) aus eurer Vergangenheit, also kein Grund enttäuscht zu sein.

Deutschland hingegen hast du ja noch in Erinnerung von früher, also so gaaanz früher. Ob es dir/euch da nicht schwerer fallen wird hier neu zu beginnen wo vermutlich sehr viel nicht mehr so ist wie es mal war?

Kommt mir persönlich immer eher vor als wäre es schwerer sich an Bekanntes-das sich aber schwer geändert hat- zu gewöhnen als an Neues das man noch kaum kennt zu gewöhnen.

Aber eure Entscheidung natürlich. Schön ist's in beiden Ländern, aber Jever? Echt jetzt? Ich glaub du solltest lieber in Deutschlands Süden ziehen :-)

Frau Miest, Max und Martin Kropp, darf ich fragen, ob ihr im UK lebt? Denn nur dann könnt ihr wirklich nachvollziehen was hier gerade passiert und wie man sich als EU Bürger hier fühlt.
Natürlich ist das Leben in London mit dem Leben in Deutschland, egal ob Provinz oder Metropole, nicht zu vergleichen.
London wäre auf die Dauer nicht unsere Heimat geblieben, und durch Brexit hat sich die (englische) countryside nun auch erledigt. Ich möchte nicht im Pub sitzen und mich unwohl fühlen Deutsch zu sprechen.
Ich glaube, dass einem nach ein bis zwei Dekaden im UK schon klar wird, welche Vorteile ein Leben in Dland hat, von solch einer sozialen und medizinischen Versorgung z.B. kann man hier nur träumen. Alt und gebrechlich werden ist im UK kein Spaß.
Eines allerdings stimmt, deutsches Fernsehen ist wirklich grausam - zum Glück gibt's die meisten FreeView Sender per Satellit.

@Claudia:

ich hab mich doch gar nicht auf das Leben in UK bezogen. Ich hab nirgends gesagt er soll doch bitte in England bleiben. Ich habe lediglich abgewogen zwischen den beiden Alternativen die Konstantin uns genannt hat: Irland und Deutschland. Insofern weiß ich nicht was das mit der Situation im UK zu tun hat. Das er von dort weg will dürfte mittlerweile klar genug geworden sein.

Zugegeben lebe ich nicht mehr in UK, bin aber aus beruflichen Gründen noch sehr oft dort und habe intensive Kontakte auf die Insel.

Deutschland mag ein etwas besseres Gesundheitssystem haben, hat dafür aber Probleme mit der inneren Sicherheit und der Infrastruktur, die man in Großbritannien in dieser Form nicht mehr kennt. Also es ist nur anders schlecht. Natürlich muss man selbst herausfinden, wo einen die örtlichen Nachteile am wenigsten stören...

Es wird überall in Europa finster, und wenn man sich die wirtschaftlichen Probleme anschaut, die immer noch nicht gelöst sind, kann man auch bezweifeln, ob die EU überlebt. Das kann ganz schnell gehen, wenn sich in Italien M5S und Lega Nord durchsetzen. Brüssel könnte das aufhalten, indem es sich einsichtig zeigt, aber Leute wie Juncker sind einfach zu unbeliebt egal wohin man schaut. Es kann also sein, dass sich die Frage nach der Herkunft in ein paar Jahren verschärft stellt, wenn die EU zerbricht.

Deutschland - es ist halt die Frage, wohin man geht und welche Kompromisse man macht. Vielleicht als Hinweis: Die Schwester einer guten italienischen Freundin hat auch lange in London gelebt und ist jetzt zu Hexal bei Holzkirchen gewechselt. Sie meint, sie käme da wirklich sehr gut mit den Menschen zurecht, trotz ihrer Bedenken. Vielleicht ist das auch ein wenig eine Altersfrage; Deutschland ist kein schlechtes Land, wenn man älter wird.

Also ich glaube die einzige deutsche Alternative zu London kann nur Berlin heissen!
Wobei ich bisher immer noch London den Vorrang gelassen hätte, allerdings seit meinem letzten Aufenthalt
in London bin ich doch etwas ins Schwanken geraten. Ich war im Juli eine Woche dort und habe privat in
Clerkenwell gewohnt. In den ersten Tagen fand ich alles wie sonst auch und dann in der 4. Nacht wachte
ich plötzlich nachts auf, weil auf der Straße irgendein besoffener Typ wie besessen "Leave us alone Europe"
geschrien hat …….war eine sehr sonderbare Erfahrung für mich!

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