Ich verpasse Wahlen nicht, natuerlich nicht, das macht ja keinen Sinn. Wer nicht waehlt, kann den Mund halten. Wer die Parteien, die zur Wahl stehen, nicht ertragen kann, gruendet entweder selbst eine die alles besser macht, oder verunstaltet zumindest die Wahlzettel so, dass sich nicht zur Zaehlung taugen. Aber nicht hingehen zeugt lediglich von Faul- und Dummheit. Siehe oben.
Wir schreiben das Jahr 2009, und ich werde meine Stimme zur Bundestagswahl nicht abgeben. Zum ersten Mal in meine Leben werde ich nicht waehlen gehen. Das klingt nach pathetischem Bockmist, aber so eine Demokratie wird einem nicht einfach so in den Schoss gelegt. Die Gute war zwar in meinem Fall immer anwesend, aber nur weil das so ist, ist das ja nicht unbedingt normal. Mein demokratisches Grundverstaendnis gebietet mir zu waehlen. Siehe oben.
Ich kann nicht mehr in Deutschland waehlen, weil Deutschland nicht mehr mein Land ist. Ich wohne dort nicht mehr, ich habe dort schon seit knapp zehn Jahren keine Steuern mehr bezahlt, ich habe nicht vor zurueckzukehren, ich kann mit vielen Politikern nichts mehr anfangen, ich weiss noch nicht mal mehr wie sie sich so anhoeren, wenn sie reden und ihren ueblichen Wahlunsinn verbreiten. Wie kann ich da waehlen?
Ich fuehle mich nicht wohl dabei, aber es stellt sich in diesem Fall tatsaechlich die Frage nach der Fairness. Es waere mich schon sehr wichtig, einem Menschen wie von der Leyen durch meine Wahl meine Meinung mitzuteilen, naemlich, dass sie komplett einen an der Waffel hat, aber ich kann nicht mehr, nicht mit gutem Gewissen. Es ist nicht mehr meine Wahl.
Vielleicht wird es wirklich Zeit,
den letzten entscheidenen Schritt zu tun. Ist nur fair.
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