
Ernest Hemingway hat das Zeug geliebt, die Beschreibung in "For Whom The Bell Tolls" ist wunderschoen, und den angeblich von ihm erfundenen Cocktail "Death In The Afternoon" muss ich unbedingt mal ausprobieren - God help me.*
Man koennte argumentieren, ein Alkoholiker muss ein Getraenk mit 60 bis 70 Umdrehungen einfach lieben, aber das waere unfair, denn Hemingways Leidenschaft fuer die "gruene Muse" war legendaer.
Nach jahrzehntelangen Einschraenkungen ist heute der Genuss von Absinthe in Europa nicht mehr verboten. Man hat irgendwann eingesehen, dass die Menge des im Absinthe enthaltenen Thujon nicht ausreicht, Menschen zu schaedigen. Es sei denn, man uebetreibt es mit dem Konsum. Auch uebertriebener Genuss von Getraenken mit dem oben erwaehnten Alkoholgehalt kann maechtig schaedlich sein, so heisst es.
Der klassische Absinthe stammt aus der Schweiz, aus Spanien und aus Frankreich. Daneben hat sich eine zweite Variante etabliert, der boehmische Absinthe (Bohemian-style oder Czech-style absinthe), der allerdings von vielen abgelehnt wird, vor allem weil bei der Produktion nicht destilliert wird. Ein Bitter sei es, sonst nichts. Das will ich gar nicht abstreiten, aber verflucht lecker ist das Zeug, heidefuckingwitzka.
Bohemian-style absinth kann man prima in Cocktails verwenden oder einfach mit Wasser und Zucker trinken, wobei bei der Zubereitung der in Absinthe getraenkte Zuckerwirfel angezuendet wird, um dann nach kurzer Zeit mit eingeruehrt zu werden.
Oder doch lieber nachmittags toedlich?
*Death In The Afternoon:
"Pour one jigger absinthe into a Champagne glass. Add iced Champagne until it attains the proper opalescent milkiness. Drink three to five of these slowly."
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