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13 February 2010

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Bravo. Volle Zustimmung.

Word! Danke.

Wie wahr!!!

Nein!
Ein schönes (gutes Bild) ist ein Bild das schön ist. Wie es erschaffen wurde, ob gemalt, fotografiert, retouschiert, mit den Füßen, der Nase, von einem Hund, ist mir vollkommen egal!

Bei einem Foto:
Ich sehe nur das Ergebnis. Ich seh das, was mir der Fotograf/Pixelschupser/Manipulator zeigen will. Und das ist oft noch ein anderer, weiterer Weg als nur das Knipsen!
Das kann mir gefallen oder auch nicht. Auch kann es sein, dass ich den Weg zum Ziel bewundere. Ob der Weg dahin ein steiniger, früh am Morgen, oder ein koffeinseeliger Abend war, ist doch egal...

Daher: Nö! Zu schwarz/weiß um es zu verallgemeinern, aber ein netter, traditioneller Standpunkt :)

Nee, Signal77, Du hast da etwas mist-verstanden, glaube ich.

Mario, bei Kwerfeldein gab es Kommentare von Leuten, die meinten, sie wollten jetzt mal ihre Photos durchwuehlen, um zu sehen, ob sie nicht genau diese Bildbearbeitungsvorschlaege anwenden koennten. Falsche Einstellung. Die meiner Ansicht nach richtige Einstellung waere, die Kamera bereit zu halten, um rauszugehen, um das Photo zu schiessen. Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.

Jeder mit Verlaub Dummkopf kann sich Photoshop kaufen und es anwenden. Es braucht nur Zeit und Uebung. Das ist Bildbearbeitung.

Blende, ISO, Belichtung zu einem Moment exakt einzustellen, das ist Photographie. Das mag traditionell erscheinen, damit habe ich keine Probleme.

Nett? Ich glaube nicht. Das hiesse z. B., die Arbeit der Magnum Photographen als nett zu bezeichnen.

Ich will mich sicher nicht in eine Reihe dieser Damen und Herren stellen, aber ein gutes Bild entsteht, wie ich finde, nicht am Bildschirm, es entsteht in der Kamera. Und es bedarf dann lediglich einiger weniger Korrekturen.

Ich sehe nicht nur das Ergebnis, ich sehe die Entstehung,

Viel schlimmer finde ich dass solche Bilder irgendwann zu grossen Enttaeuschungen fuehren koennen:

Naemlich dann wenn Leute von den Bildern angeregt einen Ort besuchen, nur um dann festzustellen dass es dort irgendwie nie so aussieht, noch nicht einmal unter perfekten Bedingungen.

Ich glaube kaum einer hat etwas gegen ein paar schnelle Reparaturen, es geht um die Idealisierungen und effektiven Verfaelschungen dessen was dort gesehen wurde (bzw werden kann).

An diesem Thema denkle ich auch schon lange rum. Beruflich habe ich regelmäßig mit Fotografen zu tun, die ganz verschiedene Aufgaben und sehr unterschiedliche Arbeitsweisen haben.

So habe ich zum Beispiel mit Portraitfotografen gearbeitet, die eine Aufnahme stundenlang vorbereiteten: Mit drei Assistenten den Originalschauplatz ausleuchteten, die Kamera platzierten, mit Stand-ins nochmal ausleuchteten, die zu portraitierende Person von einer Stylisten herrichten ließen und positionierten. In diesem Fall betätigte der Fotograf den Auslöser ein paar Mal, zog den Speicherchip aus der Kamera und reichte ihn mir, damit ich mir davon die Fotos holen konnte. Fertig.

Dann gab es wieder Fotografen (die meisten), die ich auf dem Gang durch Werkhallen begleitete oder auf Tour schickte. Von diesen bekomme ich die Bilder immer erst zwei Wochen nach der Aufnahme - bearbeitet. Da sie nicht den Auftrag haben, gerichtlich belastbares Material zu erstellen, hinterfrage ich das nicht. Aber welche Methode ist höher einzuordnen?

Hi
ich fotografiere gerne - auch viel - und versuche, aus meinen Möglichkeiten das Beste zu machen. Aber auf Reisen bin ich nicht immer zur optimalen Zeit bei optimalem Wetter am passenden Ort. Aber es soll meine Erinnerung sein und nicht einen idealen Moment verdeutlichen. Deswegen freue ich mich an Bildern, so wie ich sie mache. Wobei die "Fälschung" ja schon mit dem Moment beginnt, in dem ich das Objekt auswähle. Warum fotografiere ich den schönen Ausblick und suche einen Standpunkt, bei dem nicht die wilde Müllhalde daneben mit ins Bild kommt...
Und fürs Album habe ich dann Bilder auch schon beschnitten, um den Aspekt hervorzuheben, der Auslöser für mein Bild war und unschöne "Nebensächlichkeiten" zu beschneiden (wie Stromleitungen, parkende Fahrzeuge etc.)
"Modifiziert" wird also auch - bis zur Unkenntlichkeit verändert allerdings nicht.
Und deswegen bleibe ich immer nur "Knipser" und nicht Fotograf.
Mein Bruder ist gelernter Schriftsetzer und arbeite heute im grafischen Bereich mit Werbung. Selbst im billigsten Katalog ist nichts, wie fotografiert, geschweige denn, daß ein Bild in Illustrierten noch die Wirklichkeit abbildet. Nur glauben viele Menschen noch, daß wahr ist, was in der Zeitung steht....schlimm, wenn das für junge Menschen dann das Weltbild prägt.
Wendy

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